REGIONALEr Freitag meets Smart Cities – Online-Sprechstunde zu smarter Verkehrsmessung in Südwestfalen und darüber hinaus
Wie können digitale Lösungen den Straßenverkehr in Südwestfalen sicherer, nachhaltiger und transparenter machen? Darüber wurde im Rahmen der Online-Sprechstunde „REGIONALEr Freitag“ diskutiert. Das Format der Südwestfalen Agentur GmbH beschäftigt sich mit verschiedenen Themen rund um das NRW-Strukturprogramm REGIONALE 2025. Die jüngste Ausgabe stand nun ganz im Zeichen des Modellprojekts „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“.
Zwei Impulse aus den südwestfälischen Smart-City-Kommunen Soest und Menden und ein Beispiel aus Lünen zeigen, wie Verkehrsdaten zur Gestaltung lebenswerter Städte beitragen können.
Straßenverkehr durch smarte Technik besser verstehen und gestalten
Smart-City-Projektmanagerin Sophie Lindenstruth gab einen Einblick in das Soester Mobilitäts-Dashboard. Das digitale Tool steht kurz vor dem Start und bündelt Verkehrsdaten aus 28 Messstellen im Stadtgebiet – darunter Rad- und Fußgängerverkehr sowie Parkplatzauslastung – und stellt diese anschaulich für die Bürger:innen zur Verfügung. Das Ziel: mehr Transparenz und bessere Entscheidungsgrundlagen für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung.
Mit dem Smiley-Dashboard aus Menden zeigte Robin Eisbach, Geschäftsführer der mendigital GmbH, wie in der Stadt durch einfach nachrüstbare Funksensoren Geschwindigkeit und Verkehrsfluss digital erfasst werden. So lassen sich in Menden beispielsweise Gefahrenstellen auf Schulwegen sichtbar machen. Das sei ein Mehrwert nicht nur für Planende, sondern auch für Eltern und Kinder.
Eine Plattform für einen gesamten Kreis stellte Gregor Spanke, Smart-City-Koordinator der Stadt Lünen, vor. Verkehrsdaten, Feinstaubmessungen, Parkplatzbelegung und Wetterdaten sollen dort gebündelt werden. Dabei arbeiten mehrere Kommunen zusammen und nutzen digitale Lösungen als Beitrag zur finanziellen und ökologischen Entlastung.
Abschauen erlaubt – So werden Südwestfalens Städte smart
Die Veranstaltung hat gezeigt, wie hier in der Region durch das Modellprojekt „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“ smarte Technologien in der kommunalen Praxis ankommen und dabei helfen, ganz konkrete Herausforderungen zu lösen, so Dr. Stephanie Arens, Leiterin des Bereichs Regionale Entwicklung bei der Südwestfalen Agentur. „Smart Cities ist mehr als Technik – es geht um die Gestaltung zukunftsfähiger und lebenswerter Städte. Das südwestfälische Modellprojekt mit fünf Pionierkommunen, die beispielhaft vorangehen, sowie vielen Mitmach-Möglichkeiten für die anderen Kommunen bietet dafür den perfekten Nährboden.“
Im Rahmen des Modellprojekts „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“ entwickeln die Städte Arnsberg, Menden, Olpe, Soest und Bad Berleburg gemeinsam mit der Südwestfalen Agentur übertragbare digitale Lösungen – stets mit Blick auf die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Andere Kommunen aus der Region sind dazu eingeladen, sich passende Lösungen abzuschauen und selbst umzusetzen.
„In der REGIONALE 2025 wird mit dem Projekt ‚Smart Region Hub‘ gerade daran gearbeitet, diesen südwestfälischen Smart-City-Ansatz für die Zukunft zu verstetigen und so Kommunen auch nach Ende des Förderzeitraums beim Weg in die digitale Zukunft zu begleiten“, erläutert David Bohlen, Projektmanager im Team der REGIONALE 2025, der die Veranstaltung zusammen mit Dr. Stephanie Arens moderierte.
Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.