Projekt „KoWIMA“ erhält auf Anhieb den 3. Stern der REGIONALE 2025 Südwestfalen – Voraussichtlich 1,012 Millionen Euro Förderung durch Land NRW und EU
Die Universität Siegen möchte mit ihrem Projekt „KoWIMA“ Südwestfalens Arbeitswelt der Zukunft inklusiver und barrierefreier gestalten. Im Mittelpunkt stehen digitale Hilfen und viel Wissensvermittlung. So sollen einerseits Menschen mit Behinderung und Arbeitnehmende nach Unfall oder Krankheit selbstverständlicher in die Arbeitswelt einbezogen und andererseits Unternehmen befähigt werden, barrierefreie Arbeitsplätze zu gestalten und so Fachkräfte halten und gewinnen zu können. Das Projekt „Kompetenz– und Wissensaufbau für die Integration von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz“ (kurz: KoWIMA) hat auf Anhieb den dritten Stern in der REGIONALE 2025 in Südwestfalen erhalten. Es wurde nach Prüfung der Auswahlkriterien vom EFRE-Begutachtungsausschuss zur Förderung empfohlen. Somit fließen voraussichtlich 1,012 Millionen Euro an Fördermitteln von Land NRW und aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der EU nach Südwestfalen.
Unternehmen in Südwestfalen und Menschen mit Behinderung sollen von „KoWIMA“ gleichermaßen profitieren, erklärt Professorin Dr. Claudia Müller, Leiterin des Lehrstuhls IT für die alternde Gesellschaft an der Universität Siegen. „Wir zeigen, wie immer älter werdende Beschäftigte einen optimalen Arbeitsplatz behalten und wie neue Fachkräfte mit Behinderung einen optimalen Arbeitsplatz bekommen können. Durch unser Projekt können Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung nachkommen und kreieren so zugleich einen Wettbewerbsvorteil für die gesamte Region.“
Spezielles Wissen für Inklusion am Arbeitsplatz ist notwendig
Eine große Chance sieht die Uni Siegen in digitalen Assistenzsystemen, die Betriebe und Arbeitnehmende unterstützen. Das Projekt startet daher mit einer Bestandsaufnahme. Sogenannte KoWIMA-Scouts bündeln Wissen aus Theorie und Praxis. Sie leiten daraus wichtige Erkenntnisse ab und geben sie an Interessierte weiter. Darunter fallen Fragen wie: Welche digitalen Assistenzsysteme gibt es schon und welche braucht es noch für die Bedarfe der Unternehmen? Was bedeuten barrierefreie Arbeitsplätze für Unternehmen und wie werden diese auch finanziell gefördert?
„Die Themen Barrierefreiheit und Inklusion sind akut und wir können mit unserem Projekt gemeinsam mit der Region zeigen, welche Chancen und Potenziale darin stecken. Das macht uns stolz“, erklärt Professorin Claudia Müller.
Die Projektverantwortlichen wollen ein ganzheitliches Konzept entwickeln, das Kompetenzen stärkt und aufbaut: bei Menschen mit Behinderung, älteren und gesundheitlich eingeschränkten Menschen und bei den Unternehmen in Südwestfalen. Geplant ist anschließend eine Plattform aufzusetzen, die das Wissen bündelt und für andere übertragbar macht.
Das Projekt „KoWIMA“ der REGIONALE 2025 in Südwestfalen soll mit voraussichtlich 1,012 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden.
Hintergrund: Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie Strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit
Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.