Dritter Stern für Projekt „Mobilitätskonzept Gemeinde Möhnesee” – Verkehr besser ordnen und Mobilitätsangebote stärker verbinden
Am Möhnesee treffen Alltag, Tourismus und Natur auf engem Raum zusammen. Mit dem Projekt „Mobilitätskonzept Gemeinde Möhnesee“ gibt es nun erstmals ein integriertes Mobilitätskonzept für den gesamten Möhnesee. Die Gemeinde verfolgt damit das Ziel, Mobilität rund um den See so weiterzuentwickeln, dass Menschen besser und sicherer unterwegs sein können, Besucherströme gelenkt und sensible Naturbereiche entlastet werden. Das Projekt ist ein Teilvorhaben der Zusammenarbeit der Sauerland-Seen in der REGIONALE 2025 und zeigt exemplarisch, wie lokale Lösungen und die regionale Mobilitätsstrategie Südwestfalens Hand in Hand gehen. Es hat vom zuständigen Ausschuss in der REGIONALE 2025 nun den dritten Stern erhalten.
Schmallenberg, Lennestadt, Finnentrop, Plettenberg, Werdohl, Altena, Nachrodt-Wiblingwerde und Iserlohn bilden zusammen die „LenneSchiene“. Sie verbindet der über 140 Kilometer lange Radweg LenneRoute – und der Wille, gemeinsam an Herausforderungen zu arbeiten. Aus der Idee in den Anfängen der Regionale 2013 hat sich eine langfristige interkommunale Zusammenarbeit entwickelt. Bislang konnten die acht Städte und Gemeinden zusammen über 42 Millionen Euro sichern.
Nach dem positiven politischen Beschluss aus den Räten aller acht Kommunen ist nun klar: diese Zusammenarbeit geht weiter. „Das ist ein starkes Signal!
Kommunen mit ähnlichen Herausforderungen erreichen durch Zusammenarbeit und Arbeitsteilung mehr als alleine“, sagte Samira Neuhaus, die als Projektmanagerin in der Südwestfalen Agentur die Verantwortlichen der LenneSchiene in den vergangenen Jahren in der REGIONALE 2025 begleitet hat.
Ein aktuelles Beispiel der Zusammenarbeit ist das Projekt „Essbare LenneSchiene“. Im April 2026 wurden 75 alte, seltene Apfel- und Birnensorten entlang des verbindenden Radwegs LenneRoute gepflanzt – ein Beitrag zur Biodiversität Nachhaltigkeit und regionaler Identität.
Der Möhnesee ist zugleich Wohnort, Naturraum und beliebtes Ausflugsziel. Dadurch kommen viele unterschiedliche Nutzungen zusammen: Menschen bewegen sich im Alltag durch die Gemeinde, Gäste reisen für Freizeit und Erholung an, Radfahrende und Fußgänger:innen nutzen die Wege am See; gleichzeitig müssen Landschaft, Uferbereiche und Natur geschützt werden.
Das Mobilitätskonzept, das die Gemeinde gemeinsam mit der Planersocietät erarbeitet hat, nimmt diese verschiedenen Anforderungen in den Blick. Ziel ist es, den Verkehr besser zu ordnen und die unterschiedlichen Mobilitätsangebote stärker miteinander zu verbinden.
Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs. Wege sollen sicherer, attraktiver und besser nutzbar werden. Gleichzeitig geht es darum, Besucher:innen besser zu lenken, um sensible Bereiche am See zu entlasten. Auch der öffentliche Verkehr, alternative Mobilitätsangebote und digitale Lösungen werden mitgedacht. Dazu gehören zum Beispiel bessere Informationen über Wege, Parkmöglichkeiten, Mobilitätsangebote oder Besucherströme.
Das Mobilitätskonzept dient der Gemeinde Möhnesee als Grundlage für zukünftige Entscheidungen und konkrete Investitionen in eine nachhaltige Mobilität. Gleichzeitig ist es ein wichtiger Baustein der Zusammenarbeit der Sauerland-Seen innerhalb der REGIONALE 2025. Das Projekt steht zudem exemplarisch für den Bereich Freizeitverkehr der Mobilitätsstrategie Südwestfalen. Das Vorhaben zeigt beispielhaft, wie kommunale Konzepte und regionale Strategien ineinandergreifen können. Die Kosten von rund 100.000 Euro für das Konzept wurden komplett von der Gemeinde finanziert. Für die Umsetzung konkreter Maßnahmen sind perspektivisch Förderungen möglich.