David Bohlen
Projektmanager im REGIONALE-Team
Tel.: 0174 / 5410417
E-Mail: d.bohlen@suedwestfalen.com
Christian Spengler
Universität Siegen
E-Mail: christian.spengler@uni-siegen.de
Mit KI die medizinische Versorgung auf dem Land verbessern
Im „Digitalen Facharzt- & Gesundheitszentrum Spieren“ (DFGZ) in Olpe werden neue Wege erfroscht, um die medizinische Versorgung auf dem Land zu verbessern. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz wird es Patient:innen Schritt für Schritt ermöglicht, Routineuntersuchungen wie etwa ein EKG selbst durchzuführen.
Was zunächst abstrakt klingt, könnte wegweisend sein in einer Region, in der medizinisches Fachpersonal zunehmend knapper wird. Im Rahmen des Projekts „SelfDiag“ – was so viel wie „Selbstdiagnostik“ bedeutet – erhalten Arztpraxen bei Standard-Untersuchungen, wie einem EKG, Unterstützung durch Künstliche Intelligenz.
Durch natürlichsprachliche Interaktion erklärt das System Patient:innen die einzelnen Schritte, gibt ihnen Hinweise und kann dazu beitragen, Unsicherheiten oder Ängste zu reduzieren und Patient:innen emotional zu unterstützen. Die Idee ist einerseits, mit digitaler Innovation das medizinische Personal bei Standard-Untersuchungen zu entlasten, Wartezeiten zu verkürzen und zur Verbesserung der medizinischen Versorgung beizutragen. Andererseits soll SelfDiag Patient:innen eine selbstbestimmtere medizinische Versorgung ermöglichen.
Wir sind stolz darauf, mit SelfDiag ein digitales Hilfsmittel zu entwickeln, das Menschen dabei unterstützt, ihre Gesundheit besser zu verstehen. Die Entwicklung einer digitalen, KI-gestützten Selbstdiagnostikplattform ist ein bedeutender Schritt in Richtung patientenzentrierter Versorgung
Christian Spengler, Universität Siegen
In der Projektlaufzeit werden die digitalen Grundlagen geschaffen, KI-gestützte Interaktionsformen entwickelt und beide Aspekte exemplarisch am Beispiel eines EKGs in der Olper Praxis erprobt – gestützt auf das Wissen der Ärztinnen und Ärzte sowie auf die Erfahrungen und Bedürfnisse der Patient:innen. Perspektivisch könnten solche digitalen Selbstdiagnostik-Lösungen auch für andere Standard-Untersuchungen genutzt werden.
Das Projekt „SelfDiag“ der REGIONALE 2025 in Südwestfalen soll mit voraussichtlich 725.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden.
Hintergrund: Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie Strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit




Das Projekt wird auf Anhieb mit dem dritten Stern ausgezeichnet (Sternensprung)
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