Die Stadt plant, ein kommunales Kreislaufwirtschaftszentrum aufzubauen, das Reparatur, Wiederverwendung, Tausch und Leihsysteme für Haushalts- und Alltagsprodukte unter einem Dach vereint.
(Bild: Designed by freepik.)
Sebastian Witte
Referat für nachhaltige Entwicklung, Stadt Arnsberg
Tel.: 02932 / 201 1869
E-Mail: s.witte@arnsberg.de
„Wir betrachten insbesondere einheimische Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette, angefangen beim Produktdesign bis zur finalen Verwertung. Dabei spielen die sieben Rs des zirkulären Designs eine besondere Rolle: Reduce, Re-use, Repair, Re-fit, Re-build, Re-furbish, Re-cycle.“
Sebastian Witte, Referat für nachhaltige Entwicklung der Stadt Arnsberg
Die Idee also: Weniger wegwerfen, mehr reparieren und weitergeben oder auch neu auf- und verarbeiten.
#wieneu soll Raum bieten für Werkstätten, Beratungsangebote und Lernformate. Spannend ist, dass sich Unternehmen bei #wieneu engagieren: vor allem Unternehmen aus Arnsberg und Umgebung (z. B. Cloer, TRILUX, SKS metaplast Scheffer-Klute, Fischer & Honsel), die Alltags- und Haushaltsgeräte herstellen. Etwa Kaffeemaschinen oder Fahrräder. Wie lassen sie sich reparieren? Welche Teile wiederverwenden? So lernen die Bürger:innen und Unternehmen gemeinsam.
Der Plan: Gemeinsam mit Bürger:innen, Handwerk und Sozialträgern werden für das das Kreislaufwirtschaftszentrum bedarfsorientierte Nutzungsangebote entwickelt und erprobt, um Ressourcen zu schonen, Emissionen zu senken und soziale Teilhabe zu stärken. In einem zweiten Schritt wird dann wissenschaftlich fundiert ein geeignetes Finanzierungs- und Organisationsmodell erarbeitet, mit dem sich das Zentrum langfristig selbst tragen kann.
Das Projekt-Team baut außerdem eine digitale Plattform auf, über die Produkte, Ersatzteile und Dienstleistungen ausgetauscht und vermittelt werden können. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Wuppertal Institut. Die Beteiligten halten die Ergebnisse so fest, dass auch andere Städte davon profitieren können.
Das Projekt „#wieneu-Kreislaufwirtschaftszentrum“ der REGIONALE 2025 wird voraussichtlich mit 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert.
Hintergrund: Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie Strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen unter www.efre.nrw.


