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Neue Highlights zwischen Lenne und Lippeauen – Unterstützung für digitale Wissensvermittlung

5. Juni 2025

Vier weitere Projekte ausgezeichnet – Natur und Kultur im Fokus – Förderperspektive für Wirtschaftsprojekte folgt bald

Auch wenn es der Name anderes vermuten lässt: Die REGIONALE 2025 läuft noch bis Ende 2026. Südwestfalen nutzt diese Zeit, um weiteren Projekten für die Zukunft der Region eine Förderperspektive zu sichern – mit Erfolg. In der jüngsten Sitzung hat der REGIONALE-Ausschuss drei weitere Vorhaben mit dem dritten Stern ausgezeichnet. Dabei geht es um die Attraktivierung der Lippeauen und der Lenne und um digitale Kulturvermittlung.

Den dritten Stern gibt es nur mit einer Aussicht auf Förderung. Auch wenn sich der Ausschuss mit Projektideen aus den unterschiedlichen Themenbereichen – von digitaler Bildung über Stadtentwicklung bis hin zu Mobilität – befasst, standen dieses Mal vor allen Dingen Natur- und Kulturprojekte im Mittelpunkt.

  • 3. Stern: „NaturTalenteLippe“ (Lippstadt / Lippetal / Südwestfalen)
    Verschiedene Baumaßnahmen und digitale Hilfsmittel sollen die Auenlandschaft an der Lippe für Einheimische und Gäste neu erleb- und sichtbar sowie barrierefreier machen. Die Stadt Lippstadt, die Gemeinde Lippetal, die ABU im Kreis Soest e.V. und die KWL Lippstadt haben dafür zahlreiche Bausteine entwickelt. Geplant sind unter anderem ein Auenerlebnisturm und das Informationszentrum „NATALI“, das mit interaktiven Lernangeboten und einer digitalen Ausstellung die Besuchenden auf eine Entdeckungsreise durch die Auenlandschaft führt. Realisiert werden soll auch die Lippe-App. Mit dem Einsatz von Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) wird es dann zum Beispiel möglich sein, historische Stätten oder schwer zugängliche Gebiete virtuell darzustellen oder Informationen durch virtuelle Avatare zu vermitteln. Den Projektverantwortlichen ist wichtig, nicht nur neue Naturerlebnisse zu schaffen, sondern auch den Natur- und Landschaftsschutz zu stärken – etwa durch Renaturierung der Auenlandschaft und die Pflege sensibler Gebiete.

Förderung: Das Projekt „NaturTalenteLippe“ konnte sich im Förderaufruf „Erlebnis.NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen durchsetzen. Es wird mit voraussichtlich 3,1 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie Mitteln des NRW-Wirtschaftsministeriums und des NRW-Umweltministeriums unterstützt.

  • 3. Stern: „Zeit.Raum Region“ (Siegen / Südwestfalen)
    Das Siegerlandmuseum in Siegen wird erweitert. Ergänzend zum Museum im Oberen Schloss baut die Stadt Siegen mit Eigenmitteln und der Hilfe von Spenden des Fördervereins einen nahegelegenen Bunker um – barrierefrei, als außerschulischer Lernort und mit dem Fokus auf digitaler Kulturvermittlung und Partizipation. Pilotprojekte, um die Wirtschaftsgeschichte der Stadt und der Region neu erlebbar zu machen, laufen bereits. Sie alle verbessern die Teilhabemöglichkeiten, sind inklusiv und integrativ.

Förderung: Der Umbau des Siegerlandmuseums wird über Eigenmittel der Stadt und eine große Spende des Fördervereins des Museums realisiert. Für die Erweiterung des Siegerlandmuseums hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen den Projektverantwortlichen bis zu 800.000 Euro aus dem Programm „Heimat-Zeugnis“ zugesichert. Das Teilprojekt „Hörwelt“ erhielt 120.000 Euro Förderung aus dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

Das Siegerlandmuseum soll erweitert werden und zukünftig multimedial, lehrreich und spielerisch Stadt- und Regionalgeschichte vermitteln. Die „Kreuzabnahme“ von Peter Paul Rubens ist eines der Ausstellungsobjekte, das mit dem intelligenten Audio-Guide multisensual erschlossen werden kann. (Foto: Stadt Siegen)
  • 3. Stern: „Essbare LenneSchiene“ (Lenne-Kommunen / Südwestfalen)
    Mit dem REGIONALE-2025-Projekt „Essbare LenneSchiene“ will die Stadt Iserlohn gemeinsam mit ihren Partner-Kommunen Schmallenberg, Lennestadt, Finnentrop, Plettenberg und Altena eine wichtige ökologische und soziale Initiative umsetzen. 75 regionale Obstbäume sollen entlang des 142 Kilometer langen Radwegs Lenneroute gepflanzt werden, der die Kommunen verbindet – als Beitrag zur Biodiversität und um über heimische Obstsorten zu informieren. Die Pflanzorte werden ausgestattet mit Infotafeln, die Radfahrenden und auch Anwohner:innen mehr über die verschiedenen Baumarten und deren Bedeutung für die Region vermitteln. Für Bürger:innen sind Baumpatenschaften geplant. Wer eine Patenschaft übernimmt, soll an einem kostenlosen Obstbaumschnittkurs teilnehmen können. Das Vorhaben ist Teil des Verbundprojektes „LenneSchiene 2.0“ mit dem Ziel, die Lenneroute und das Leben entlang der Lenne weiter zu attraktivieren.

Förderung: Das Projekt „Essbare LenneSchiene“ erhält seine Förderung über LEADER-Mittel in Höhe von gut 32.200 Euro. Rund 14.000 Euro steuern die beteiligten Kommunen bei.

  • 2. Stern: „LenneSchiene 2.0 – Rönkhausen an die Lenne“ (Finnentrop / Südwestfalen)
    Im Rahmen der REGIONALE 2025 arbeiten die sieben Kommunen der „LenneSchiene 2.0“ daran, den sie verbindenden Radweg Lenneroute weiter auszubauen und entlang des Flusses neue Orte für Aufenthalt und Begegnung zu schaffen. Ein Teilprojekt aus dem Verbund ist das Vorhaben „Rönkhausen an die Lenne“. Im Finnentroper Ortsteil Rönkhausen soll ein neuer und vielseitig nutzbarer Aufenthaltsort direkt an der Lenne entstehen. Geplant ist unter anderem die sogenannte „Lenne-Treppe“. Sie soll einen neuen Zugang zum Fluss bieten und gleichzeitig als „Blaues Klassenzimmer“ für Umweltbildungsangebote – etwa für Schulklassen – dienen. Auch ein neu gestalteter Rastplatz, ein besonderer Themenspielplatz für Kinder mit Wasserbezug und bessere Erreichbarkeit des Orts sind vorgesehen. Zudem könnte hier auch ein Naturentdeckerort stehen. Im gleichnamigen Projekt der REGIONALE 2025 wollen die drei Naturparke in Südwestfalen mit Naturentdeckerorten vor allen Dingen den Jüngsten die regionale Flora und Fauna näherbringen.
Im Finnentroper Ortsteil Rönkhausen soll ein neuer und vielseitig nutzbarer Aufenthaltsort direkt an der Lenne entstehen. (Foto: Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten GmbH)

Nach der jüngsten Sitzung können somit 38 Projekte umgesetzt werden – und weitere sind auf dem Weg. Neben den vier Projekten ging es im REGIONALE-Ausschuss und später auch im EFRE-Begutachtungsausschuss um weitere REGIONALE-Projekte – insbesondere aus dem Bereich Wirtschaft. Sie kommen für einen speziellen Fördertopf aus EU-Mitteln in Frage. Die Prüfung ist hierbei zeitintensiver. Eine Entscheidung zur voraussichtlichen Förderung erfolgt in Abstimmung mit den jeweils zuständigen Ministerien in den nächsten Wochen.

Einen Überblick über alle Projekte der REGIONALE 2025 finden Interessierte hier.

Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Pressemitteilung

Vier weitere Projekte im Rahmen der REGIONALE 2025 ausgezeichnet

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3. Stern für ``NaturTalenteLippe``

Die Lippeauen zwischen Lippetal und Lippstadt sollen neu sicht- und erlebbar werden. Auf dem Gebiet von Lippstadt soll zum Beispiel ein Auenerlebnisturm entstehen, von dem aus man einen ganz neuen Blick auf die Lippeauen werfen kann. (Grafik: PASSGANG ARCHITEKTEN)
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2. Stern für ``Rönkhauen an die Lenne``

Im Finnentroper Ortsteil Rönkhausen soll ein neuer und vielseitig nutzbarer Aufenthaltsort direkt an der Lenne entstehen. (Foto: Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten GmbH)
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3. Stern für Zeit.Raum Region

Das Siegerlandmuseum soll erweitert werden und zukünftig multimedial, lehrreich und spielerisch Stadt- und Regionalgeschichte vermitteln. (Foto: Stadt Siegen)

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