Grafische Darstellung des Projektaufbaus zur Green Factory. Grafik: SDF Siegen
Dr.-Ing René Sauer
Geschäftsführer
SDFS Smarte Demonstrationsfabrik Siegen
E-Mail: r.sauer@demofabrik-siegen.de
Mit der „Green Factory“ bekommt Südwestfalen ein Leuchtturmprojekt für Kreislaufwirtschaft und einen Knotenpunkt für die Industrie der Zukunft. Sechs Lehrstühle und Institute der Uni Siegen, die Smarte Demonstrationsfabrik am Campus Buschhütten, das Start-up Smart Plastify sowie zahlreiche Unternehmen zeigen, wie Industriegebäude nachhaltig ertüchtigt und kreislaufgerechte Produktion mit hochwertigen Metallen und Kunststoffen funktionieren kann. Mit bis zu 22,4 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) Euro erhält das Projekt die größte Einzelförderung in der REGIONALE 2025 in Südwestfalen.
Unter dem Dach des Campus Buschhütten in Kreuztal, in dem bislang die Digitalisierung der Industrie in Verbindung mit KI-unterstützten Produktionstechniken für mehr Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen, fokussiert die „Green Factory“ künftig die industrielle Kreislaufwirtschaft in einem ganzheitlichen Ansatz. Mit der „Green Factory“ bekommt Südwestfalen einen Knotenpunkt für digitale, nachhaltige und kreislaufwirtschaftsgerechte Transformationsprozesse.
Bestehende Industriearchitektur mit modernen, kreislauffähigen Fertigungsprozessen zu kombinieren, ist ein zukunftsweisendes Modell. Gemeinsam mit unseren Partnern zeigen wir, wie ökologische Verantwortung und ökonomische Tragfähigkeit Hand in Hand gehen können – und demonstrieren, dass nachhaltige Produktion real umsetzbar ist.
Prof. Dr. Peter Burggräf, Universität Siegen
Industriegebäude nachhaltig umgestalten – Kreislaufwirtschaft in der Produktion – Wissenstransfer in die Region Südwestfalen
Mit privatwirtschaftlichen Mitteln geht die Firma Achenbach Buschhütten Holding GmbH voran. Das Unternehmen saniert eine historische Fabrikhalle und liefert damit die gebäudetechnische Basis für den Aufbau der „Green Factory“ mit zwei Projektbausteinen.
Der Baustein „Cyber Sustainable Building“ nimmt das ca. 140 Jahre alte Fachwerkgebäude in den Fokus. Hier wird mit einem digitalen Gebäudezwilling gearbeitet, der zur Zielerreichung Emissionswerte und Energieverbrauch in Echtzeit misst. Über eine behutsame Bestandsertüchtigung hinaus soll ein grundsätzlicher Leitfaden für nachhaltiges, kreislaufwirtschaftsgerechtes Um(bauen) bestehender Industriegebäude entstehen.

Der zweite umfangreichere Projektbaustein der „Green Factory“ fokussiert das „Green Manufacturing“ und besteht in der Etablierung eines kreislauffähigen Produktionsbetriebs in der modernisierten Halle. Das umfasst vier Bausteine:
Verfahren und Methoden für eine kreislaufgerechte industrielle Produktion sollen einfach übertragbar und bezahlbar sein, damit vor allen Dingen kleine und mittelgroße Unternehmen davon profitieren. Denn der Campus Buschhütten mit alle seinen Entitäten versteht sich als eine Institution für zukunftsweisenden Wissens- und Technologietransfer.

Das Projekt „Green Factory“ der REGIONALE 2025 in Südwestfalen wird mit 22,4 Millionen Euro aus Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden.
Hintergrund: Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie Strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit.


