Samira Neuhaus
Projektmanagerin im REGIONALE-Team
Tel.: 0151 / 27728004
E-Mail: s.neuhaus@suedwestfalen.com
Ilka Triglone
Stadt Iserlohn
Tel.: 02371 / 217-2421
E-Mail ilka.triglone@iserlohn.de
Biodiversität, Bildung und Begegnung entlang der Lenneroute
Mit dem REGIONALE-2025-Projekt „Essbare LenneSchiene“ will die Stadt Iserlohn gemeinsam mit ihren Partner-Kommunen Schmallenberg, Lennestadt, Finnentrop, Plettenberg und Altena eine wichtige ökologische und soziale Initiative umsetzen. Entlang der Lenneroute, einem 142 Kilometer langen Radweg, der die Kommunen entlang des Flusses Lenne miteinander verbindet, sollen insgesamt 75 regionale Obstbäume gepflanzt werden. Dadurch will man einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität leisten, über heimische Obstsorten informieren und auch zur Nahversorgung der Menschen entlang der Strecke beitragen.
Federführend für die Lenne-Kommunen ist beim Projekt „Essbare LenneSchiene“ die Stadt Iserlohn. Entlang der Lenneroute sollen alte Obstsorten gepflanzt werden. Die Pflanzorte werden ausgestattet mit Infotafeln, die Radfahrenden und auch Anwohner:innen mehr über die verschiedenen Baumarten und deren Bedeutung für die Region vermitteln. Über QR-Codes soll es darüber hinaus Zugriff auf zusätzliche Informationen und digitale Inhalte zur Pflege und Nutzung der Bäume geben. Eine Besonderheit des Projekts sind die geplanten Baumpatenschaften für die Bürger:innen. Wer eine Patenschaft übernimmt, soll an einem kostenlosen Obstbaumschnittkurs teilnehmen können und praktische Informationen zur Pflege der Bäume erhalten.

Ziel des Projekts ist es, die Lenneroute zu bereichern und so die ihre Attraktivität für die Anwohner:innen und Besucher:innen zu steigern. Das Projekt trägt gleichzeitig zum Erhalt von Obstsorten bei, die teilweise akut vom Aussterben bedroht sind. Sie sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern zugleich identitätsstiftend für die Region. Einige dieser Sorten kommen nachweislich nur im Lennetal vor. Die Sorten, die in der Lenneregion gut gedeihen, sind besonders robust und können den Witterungsbedingungen gut standhalten. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V. umgesetzt, das die Obstbaumsorten identifiziert hat und anschließend die Obstbäume veredelt, um den Genpool in der Region zu erhalten. Mit der Erhaltung alter Obstsorten soll Südwestfalen außerdem als Modellregion für eine umweltbewusste, zukunftsfähige Mobilität und Nahversorgung positioniert werden.
Wir freuen uns, Arten- und Naturschutz gemeinsam durchzuführen – mit sechs Kommunen aus drei Landkreisen – ein tolles Projekt, welches beispielhaft für die tolle Kooperation und den Zusammenhalt im Lennetal ist.
Stefan Baumann, Bereichsleiter Umwelt und Stadtentwicklung bei der Stadt Iserlohn
Das Vorhaben ist Teil des Verbundprojektes „LenneSchiene 2.0“. Im Zuge dessen haben sich bereits in der Regionale 2013 die Kommunen Schmallenberg, Lennestadt, Finnentrop, Plettenberg, Werdohl, Altena, Nachrodt-Wiblingwerde und Iserlohn entlang des 142 Kilometer langen Radeweges „Lenneroute“ zusammengetan. Im Rahmen der REGIONALE 2025 wollen sie nun mit der „LenneSchiene 2.0“ das Leben entlang der Lenne attraktiver machen.
Durch die Auszeichnung mit dem dritten Stern im Prozess der REGIONALE 2025 erhöhe sich nicht nur die Bekanntheit des Projektes, sondern des gesamten Verbundes der „LenneSchiene 2.0“, so Baumann.
Nachdem die ersten Obstbäume des interkommunalen LEADER-Projektes „Essbare LenneSchiene“ bereits in Altena im Lennepark gepflanzt wurden, hat im Februar 2026 auch die Stadt Iserlohn nachgezogen und 21 Apfel- und Birnenbäume entlang der Lenne von Stenglingsen bis Genna in die Erde gebracht. Bei den Obstbäumen handelt es sich um alte und seltene Sorten wie den Siemesapfel sowie die Wildbirne und den Wildapfel.
Die Pflanzung der Bäume sowie die konkrete Umsetzung der Baumpatenschaften und Bildungsangebote werden im Frühjahr 2026 weiter vorangetrieben.
Das Teilprojekt „Essbare LenneSchiene“ wird über 32.224 Euro durch LEADER-Mittel gefördert, die Kommunen stemmen darüber hinaus einen Eigenanteil von 13.810 Euro.
