Quelle: Michael Bahr
Anja Stakemeier
Wallfahrtsstadt Werl
Tel.: 02922 / 800 10 07
E-Mail: anja.stakemeier@werl.de
Neues „Gesicht“ für die Werler Innenstadt – Verknüpfung von Fußgängerzone, Klostergarten, Kurpark und Sportpark
Die Stadt Werl gestaltet ihre Innenstadt neu und verknüpft Fußgängerzone, Klostergarten, Kurpark und Sportpark unter dem Motto „Entschleunigen und Wohlfühlen“. Wie in vielen vergleichbaren Mittelstädten dient die Innenstadt aufgrund der Entwicklungen im Handel künftig nicht mehr nur als Einzelhandelsstandort. Werl sieht das als Chance, sich auf seine Stärken besinnen: Tourismus, Kultur, Freizeit, Gastronomie, Versorgung und Wohnen – und natürlich die Wallfahrt. Für die Stadt ist es eines der größten städtebaulichen Projekte der vergangenen Jahrzehnte.
Wir wollen, dass die Leute, ob jetzt Wallfahrer, ob Touristen, Besucher oder die Werlerinnen und Werler selber, sich einfach bei uns wohlfühlen und auch entschleunigen können. Mit dem Projekt sind wir bereits gut unterwegs und erste Erfolge sind sichtbar.
Torben Höbrink, Bürgermeister von Werl
Im Kurpark sind bereits eine Veranstaltungsfläche nahe der Saline und ein Wasserspielplatz entstanden. Zusätzlich sorgt eine neue Beleuchtung für mehr Aufenthaltsqualität. Im nahegelegenen Sportpark, wo täglich hunderte Schüler:innen, Vereins- und Freizeitsportler:innen aktiv sind, ist eine neue Zweifachsporthalle gebaut, eine Skateanlage errichtet und ein Mini- Spielfeld mit Aufenthaltsbereich geschaffen worden. Zudem soll der an die Wallfahrtsbasilika angrenzende Klostergarten, der bisher dem Franziskanerkonvent vorbehalten war, öffentlich zugänglich gemacht und mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden.
Fußgängerzone neu gestalten, Bürger:innen einbeziehen
Diese Maßnahmen gehen Hand in Hand mit dem größten Projektbaustein: Die etwa 700 m lange Fußgängerzone wird ebenso wie der Marktbereich klimaresilienter und barriereärmer. Mit einer klaren Struktur möchte die Stadt über ein „Grünes Band“ mit Spiel- und Verweilangeboten die Aufenthaltsqualität erhöhen. Entwickelt wurden diese Bausteine, nachdem die Stadt ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt, eine Potenzialanalyse erstellt und die Bürger:innen beteiligt hat. Die neue Fußgängerzone bildet dann mit Kurpark, Sportpark und Parkfriedhof eine sichtbare Sichel mit hoher Aufenthaltsqualität, einer außergewöhnlichen Atmosphäre und schafft einen neuen Charakter von urbanem Leben im Herzens Westfalens. Ergänzend hat die Stadt noch einen Mobilitätsbaustein entwickelt.
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung fördert das Projekt aus Mitteln der Städtebauförderung mit rund 6,83 Millionen Euro, 250.000 Euro von LEADER.


Freiraumplanerischer Wettbewerb »Umgestaltung der Fußgängerzone« in Werl - Siegerentwurf RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn / Köln