Einblick in das Innovationszentrum für additive Fertigungstechnologien. (Quelle: KIMW)
Udo Hinzpeter
Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW Lüdenscheid GmbH (KIMW GmbH)
Tel. 02351 /1064-198
hinzpeter@kimw.de
Südwestfalen soll als Standort für die Herstellung und Nutzung von grünem Wasserstoff als Energieträger gestärkt werden. Daran arbeitet unter anderem das Kunststoff-Institut Lüdenscheid im Projekt „3D-4-H2“ der REGIONALE 2025. Ziel ist es, geeignete Materialien zu erforschen, um Komponenten für Wasserstoffanwendungen herzustellen und neue Marktchancen für Industrie und Kunststoffhersteller zu schaffen..
Die Forschung und Entwicklung zum Einsatz von Kunststoff bei der Produktion von (grünem) Wasserstoff steht noch am Anfang und die Herstellung geeigneter Komponenten ist oft sehr kostenintensiv. In den Augen des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid ist das ein Hinderungsgrund für neue Entwicklungen. Darum setzt es hier mit mehreren Partnern aus Forschung und Wirtschaft an.
„Die benötigten Brennstoff- und Elektrolysezellen und ihre Komponenten müssen bezüglich der Herstellungskosten sukzessive dem Massenmarkt zugänglich gemacht werden“, erläuterte Thies Falko Pithan, der den Bereich Neue Materialien beim Kunststoff-Institut Lüdenscheid leitet und das Projekt „3D-4-H2“ betreut.
Wasserstofftechnologien können sektorenübergreifend einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Klimaschutzziele der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zu erreichen und bis 2045 treibhausgasneutral zu wirtschaften.
Thies Falko Pithan, Leiter Bereich Neue Materialien, Kunststoff-Institut Lüdenscheid
Materialen finden und 3D-Druck-Verfahren nutzen
In dem Projekt werden 3D-Druck-Verfahren genutzt, um Kunststoff-Komponenten zu erstellen, die für Brennstoff- und Elektrolysezellen verwenden werden können. Dafür müssen geeignete Materialien gefunden werden, die in Kontakt mit Wasserstoff kommen können und hohe Sicherheitsstandards erfüllen. Gleichzeitig wird für eine möglichst kostengünstige Herstellung ein spezielles 3D-Druck-Verfahren erarbeitet. Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger für Industrie und klimaneutralen Gütertransport.

Das Projekt „3D-4-H2“ ergänzt somit die Wasserstoff-Entwicklungen in Südwestfalen, die in der REGIONALE u.a. durch das Projekt „Next Energy Campus“ vorangetrieben werden.
Das Projekt „3D-4-H2“ der REGIONALE 2025 soll voraussichtlich mit 1,92 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden.
Hintergrund: Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen.


