Quelle: Stadt Siegen
Dr. Karin Kolb
Direktorin Siegerlandmuseum
Tel.: 0271 / 404 1905
Aus altem Bunker wird neues Museum: Multimediale, lehrreiche und spielerische Vermittlung von Stadt- und Regionalgeschichte
Ein alter Bunkerkomplex im Stadtzentrum von Siegen soll als Erweiterung für das Siegerlandmuseum neu genutzt werden. Die Stadt Siegen baut hier mit weiteren Partnern einen multimedialen Bildungsort für Stadt- und Regionalgeschichte und kreiert ein neues kulturelles wie städtebauliches Highlight für die Region Südwestfalen.
Das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss möchte Geschichte und Kultur modern vermitteln, benötigt hierfür aber mehr Platz, der in einem alten Hochbunker geschaffen werden soll. Das Bauprojekt wurde in enger Abstimmung mit dem Förderverein des Siegerlandmuseums und Oberen Schlosses e.V. entwickelt. Der geplante Umbau des Bunkers sieht barrierefreie Zugänge, digitale Vermittlungsangebote und eine Nutzung als außerschulischer Lernort vor – ein Modellprojekt für digitale Kulturvermittlung in der Region. Der Förderverein des Siegerlandmuseums hatte hierfür fünf Millionen Euro an Spenden eingeworben. Die Umbauarbeiten am Bunker werden vermutlich im Jahr 2026 starten.
Mit der Erweiterung des Siegerlandmuseums schaffen wir endlich die Voraussetzungen für ein wirklich barrierefreies Museum, das allen Menschen offensteht. Gleichzeitig eröffnet uns die moderne, multimediale und partizipative Vermittlung neue Wege, Stadt- und Regionalgeschicht lebendig, nahbar und gemeinsam mit unseren Besuchenden zu erleben, zu diskutieren und weiterzuschreiben.
Dr. Karin Kolb, Leiterin Siegerlandmuseum
Neben der baulichen Erweiterung ist die Neukonzeption des Siegerlandmuseums unter dem Titel „Burg + Bunker. Das neue Siegerlandmuseum“ mit besonderem Schwerpunkt auf der digitalen Vermittlung von Inhalten eine zweite Säule des Projekts.

Die vom Siegerlandmuseum entwickelten Vermittlungsinstrumente sind darauf angelegt, Modellcharakter zu haben und bei Interesse von anderen Häusern übernommen zu werden. Auch das wissenschaftliche Team wurde aufgestockt, um kreative Wege der digitalen Wissensvermittlung für die Bürger:innen zu gehen, so dass nicht nur im digitalen Bereich, sondern auch in der Museumpädagogik und in der Öffentlichkeitsarbeit die Aufgaben der Zukunft gemeistert werden können.

Der Förderverein des Siegerlandmuseums sammelte über 5 Millionen Euro ein zur Umgestaltung des Museums. Für das Projekt hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen bis zu 800.000 Euro aus dem Programm „Heimat-Zeugnis“ zugesichert. Das Teilprojekt „Hörwelt“ erhielt 120.000 Euro Förderung aus dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

