Udo Hinzpeter
Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW Lüdenscheid GmbH (KIMW GmbH)
Tel. 02351 /1064-198
E-Mail: hinzpeter@kimw.de
„Branche revolutionieren“ – Neue Strategien und Geschäftsmodelle
Der Werkzeug- und Formenbau in Südwestfalen hat Tradition. Um die Branche zukunftsfähig zu machen, hat das Kunststoff-Institut Lüdenscheid das Projekt „m2future – Werkzeugbau der Zukunft“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Zukunftsaussichten für den Werkzeug- und Formenbau zu entwickeln, konkrete Digitalisierungsvorhaben anzustoßen und neue Formen der Zusammenarbeit sowie Wertschöpfung zu erarbeiten. Ein zentraler Schwerpunkt des im Januar 2026 gestarteten Projektes ist der Aufbau eines kooperativ betriebenen atenraums für den multilateralen Datenaustausch als Grundlage für kollaborative Geschäftsmodelle im Werkzeug- und Formenbau.
Die Unternehmen des Werkzeug- und Formenbaus in Südwestfalen haben mit vielfältigen Herausforderungen zu kämpfen: Kostendruck, kürzere Lieferzeiten, der Trend zu Produktionsstätten außerhalb Deutschlands und neue Anforderungen in Bezug auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die meist mittelständischen und familiengeführten Betriebe haben nicht die Kapazitäten, sich allein all diesen Herausforderungen zu stellen. Das Projekt „m2future“ setzt hier an und schafft eine gemeinsame Grundlage, um digitale Technologien, betriebliche Prozesse und neue Geschäftsmodelle praxisnah zusammenzudenken. Dabei geht es nicht nur um technische Lösungen, sondern auch darum, digitale Ansätze sinnvoll in bestehenden Arbeitsprozessen, Organisationsstrukturen und Formen der Zusammenarbeit einzubinden.
Mit Stolz blicken wir auf die geplante Initiative, die etabliertes
Fertigungs-Know-how mit innovativen digitalen Geschäftsmodellen
verbindet, um die Branche zu revolutionieren
Udo Hinzpeter, Kunststoff-Institut Lüdenscheid, KIMW-F gGmbH
Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region
Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit Unternehmen – der R&R Formentechnik GmbH und
der Werkzeugbau und Kunststoffverarbeitung Mayweg GmbH – sowie der Gemeinnützigen Gesellschaft für digitalisierte und nachhaltige Zusammenarbeit (DNZ) mbH praxisnah erarbeitet und getestet. Es zeigt den Unternehmen neue strategische Handlungskorridore auf, stellt digitale Infrastrukturansätze zur Verfügung, um neue digital-gestützte Geschäftsmodelle zu entwickeln. Zugleich soll der entstehende Datenraum den Austausch von Daten, Wissen und Prozessen zwischen den beteiligten Akteuren unterstützen. So schafft das Projekt eine Grundlage für gemeinsame digitale Lösungen und stärkt die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Südwestfalen.
Projekt geht in der REGIONALE 2025 direkt zum dritten Stern
Der Projektansatz hat den verantwortlichen Ausschuss der REGIONALE so überzeugt, dass das Vorhaben direkt den dritten Stern im Prozess erhalten hat. Darüber freute sich auch Udo Hinzpeter nach der Sternevergabe: „Diese Anerkennung bestätigt, dass unser Ansatz, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Branche nachhaltig zu steigern, der richtige Weg ist. Sie zeigt, dass unser Bekenntnis zu fortschrittlichen und nachhaltigen Praktiken nicht nur wahrgenommen, sondern auch wertgeschätzt wird.“
Das Projekt „m2future – Werkzeugbau der Zukunft“ der REGIONALE 2025 soll mit über 2,16 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden.
Hintergrund: Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen.


