Auf einem 3,5 Hektar großen Baufeld soll ein nachhaltiges Quartier entstehen.
Quelle: nonconform
Samira Neuhaus
Projektmanagerin im REGIONALE-Team
Tel.: 0151 / 27728004
E-Mail: s.neuhaus@suedwestfalen.com
Ulrich Berghof
Bürgermeister, Stadt Drolshagen
Tel.: 02761 / 970100
E-Mail: u.berghof@drolshagen.de
Die Stadt Drolshagen plant mit dem Projekt „Drei Höfe Drolshagen“ ein Quartier, das ländliches Leben neu denkt. Für ein zentrumsnahes Baufeld hat die Stadt einen Masterplan für einen neuen Siedlungstyp erstellt, der Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaft auf innovative Weise miteinander verbindet. Ziel ist es, Antworten auf aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, demografischen Wandel und veränderte Arbeitswelten zu geben und gleichzeitig die Lebensqualität im ländlichen Raum langfristig zu stärken.
Das Quartier soll ein Ort werden, an dem Generationen zusammenkommen und neue Formen des Zusammenlebens entstehen. Geplant sind unterschiedliche Wohnangebote, gemeinschaftlich genutzte Räume und moderne Arbeitsmöglichkeiten. Auch digitale Angebote spielen eine wichtige Rolle. Sie sollen Lernen, Arbeiten, Wohnen und Freizeit sinnvoll miteinander verbinden und neue Chancen für ortsnahes Arbeiten schaffen.
Wir wollen ehrlich sein: Ohne die Regionale Südwestfalen hätten wir diesen mutigen Weg vielleicht nie eingeschlagen. Neben vielen Impulsen wurde während des gesamten bisherigen Prozesses immer wieder fachliche Beratung angeboten und gewährt. Eine wunderbare Unterstützung!
Ulrich Berghof, Bürgermeister Stadt Drolshagen
Der im Projekt entwickelte Masterplan beschreibt ein kompaktes Zukunftsquartier mit drei Höfen, die unterschiedliche Funktionen übernehmen und durch gemeinschaftliche Freiräume miteinander verbunden sind. Im „Gasthof“ entstehen unter anderem Gästezimmer, Räume für temporäres Wohnen, eine Gemeinschaftsküche sowie Angebote für Kultur und Begegnung. Der „Landhof“ verbindet Wohnen mit regionaler Versorgung und lokaler Wertschöpfung. Im „Werkhof“ werden Wohnen und Arbeiten zusammengeführt. Werkstätten, Ateliers, eine Bibliothek und Bewegungsräume schaffen Platz für kreatives Arbeiten und gemeinschaftliche Aktivitäten.

Die Entwicklung erfolgt gemeinsam mit den Bürger:innen. In Projektwerkstätten, Wohndialogen und an Zukunftstagen wurden Ideen und Perspektiven frühzeitig in die Planung eingebunden. Ergänzend dazu beteiligte sich die Stadt an der Pop-Up-Coworking-Roadshow des Projekts „Hub45“ und testete mitten im Ortskern neue Formen mobilen Arbeitens. Das Projekt wird im Rahmen eines sogenannten „Policy Labs“ unterstützt durch die Stiftung Mercator, und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Es wird nach dem Ende der REGIONALE 2025 weiter konkretisiert. Ziel ist ein Quartier, das Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und modernes Dorfleben auf neue Weise miteinander verbindet und Impulse für die Zukunft ländlicher Räume geben kann.
Die Stadt Drolshagen hat in der REGIONALE 2025 einen Masterplan erarbeitet und dafür eine Föderung von knapp 125.000 € von der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) erhalten. Im nächsten Schritt geht es nun darum, die Planungen zu konkretisieren und die Umsetzung des Projektes zu planen.